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Kulturnetzwerk Nord Brandenburg stellt im Ruppiner Tor in Gransee aus

Kulturnetzwerk Nord Brandenburg stellt im Ruppiner Tor in Gransee aus

"schwarzweiss - 3x darfst du raten" heißt die erste von zwei Ausstellungen, die der Verein Kulturnetzwerk Nord Brandenburg im Ruppiner Tor in Gransee anbietet. Mit Unterstützung des Amtes Gransee und der GEWO Gransee GmbH wurde der Turm dazu mit einem professionellen Hängesystem ausgestattet. Bis zum 25. Oktober 2020 sind die Arbeiten von drei Vereinsmitgliedern, den Künstlern Karla Sachse, Jutta Siebert und Uwe Thamm, zu sehen.

Wegen der Eigenart des Turmes mit seinen 3 Ebenen und den sehr ausdrucksstarken Ziegelsteinwänden werden farbreduzierte Kunstwerke gezeigt, eben wie der Ausstellungstitel verrät: schwarz-weiß. Karla Sachse nimmt buchstäblich die gedruckten schwarzen Zeichen in den Blick. Sie breitet den Kriminalroman "Ochsenblut" von Harald Hillebrand aus, der in und um Gransee spielt. Seiten des Buches "Die Säulen der Erde" von Ken Follet umhüllen Aststücke und werden so zu jenen Objekten, die einst unseren Schriftzeichen den Namen gaben. Zwölf Titel aus der Schwarzen Reihe des Verlags Volk und Welt, die von 1968 bis 1993 ein wenig internationale Literatur in die DDR brachte, hängen "griffbereit" an der Wand. Die Titelseiten zeigen die assoziationsreichen Grafiken von Lothar Reher und die Spuren ihrer Bergung aus Müllcontainern. Die Seiten des Buches "Die Entdeckung des Himmels" von Harry Mulisch sind verwandelt in kleine Köpfe, die ernst, traurig oder verschmitzt herabblicken.

Jutta Siebert richtet bei den ausgestellten Arbeiten Ihren Fokus allein auf die Darstellung. Die Flächen und Linien in Abstufungen der Unfarben Schwarz und Weiss, das Spiel mit Quantität, Komposition und Kontrast sind die einzige Intension. Sie möchte bei den ausgestellten Arbeiten dem Betrachter keinerlei Hilfe zur Interpretation geben. Es gibt keine Titel, weil keine inhaltliche Aussage am Anfang der Arbeit stand und auch bei den wenigen gegenständlich anmutenden Arbeiten ist die Auswahl bewusst zugunsten der Form und nicht der Bedeutung gewählt. Unterschiedliche Techniken, Materialien und Formate empfindet sie als Herausforderung zum Spiel, bei dem es nichtsdestotrotz um Sieg und Niederlage geht. Auch bei den von ihr angebotenen Workshops in Lychen steht das experimentelle Arbeiten im Mittelpunkt.

Uwe Thamm arbeitet mit Fundstücken und verwandelt sie in beziehungsreiche, oft humorvolle Gebilde. Immer greifen sie mehr oder weniger weit in den Raum: Die Windungen eines Nebenarms der Havel, der sich an seinem Garten vorbeischlängelt, sind übersetzt in Stahl. Kleine Metallstücke füllen viele Etagen eines transparenten Hauses und erzählen in jedem Raum von anderen familiären Konstellationen. Der vom Handwerker zurückgelassene Spaten zeigt sein Gesicht. Lange Eisenstäbe spreizen sich auf dem Boden und wecken Assoziationen in verschiedene Richtungen. In Quadrat und Kreis tanzen die Winkelreste einer Holzarbeit umeinander, und kleine Betonabgüsse einer pausbäckigen Maske lächeln um die Wette. Während der Ausstellungsperiode ist an jedem Sonntag von 10 bis 14 Uhr eine/r der drei ausstellenden Künstler im Ruppiner Tor anwesend. Von Dienstag bis Freitag 10-16 Uhr und am Wochenende von 12-16 Uhr wird der Schlüssel im Museum gegenüber gegen ein Pfand ausgehändigt – Rudolf-Breitscheid-Straße 44. Sie haben Fragen? Dann wenden Sie sich an: mail(at)karla-sachse.de/www.kulturnetz-kuno.de

Ausstellungsstück Schau "Schwarz-Weiß" im Ruppiner Tor in Gransee
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